Bundesverfassungsgericht zum „Recht am Bild“ und der Kunstfreiheit: Einer Künstlerin zu verbieten, ein von ihr gemaltes Porträt „im Original, als Kopie, Foto, Fotokopie oder in jeglicher anderen Form, jeglichen Dritten gegenüber öffentlich zu machen oder zu verbreiten“, verletzt die Kunstfreiheit.

bundesverfassungsgericht.de/Sh

Wie wäre es ausgegangen, wenn der Widerruf der Einwilligung entsprechend DSGVO (etwa bei Fotoporträts) behandelt werden müsste?

@Christian_W_Eggers Müsste das für eine #Fotografie, wenigstens für eine aufwendig gestaltete (Studio-)#Porträtaufnahme, nicht entsprechend gelten? Und auch für gekonnte #Straßenfotografie? Unabhängig von der Art der Verbreitung analog/digital (#Metadaten)? #Kunstfreiheit vs. #dsgvo

@kaychristianheine In dem Urteil ging es (auch) um die Einwilligung nach KUG. Diese bedarf nach ständiger Rechtsprechung einer Begründung (wichtiger Grund) und dann kommt eine Rechtsgüterabwägung in das Spiel. Wenn die Rechtsgrundlage eine EW nach DSGVO ist, dann bedarf es keines Grundes zum wirksamen Widerruf. Er besteht ohne Interessenausgleich. Ob sich die Fotografin dann noch auf "berechtigten Interessen" stützen kann, wenn sie zuvor mit einer EW gearbeitet hat? Weiß ich auch nicht. :-)

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@kaychristianheine Also, der Widerruf der EW nach KUG bedarf einer Begründung. Natürlich nicht die EW selbst.

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